Sinnestimmulation

Ziel des Projektes war es eine neue Therapiemethode in Russland bekannt zu machen, denn die bisherige Arbeit russischer Psychologen und Defektologen ist beschränkt auf eng umgrenzte Diagnosen. Ein Kind, das neben geistiger Behinderung auch körperlich behindert ist, fällt durch das Netz der Hilfsangebote von staatlicher Seite. Um auch solche Mehrfachbehinderungen therapieren zu können, bedarf es umfassenderer Therapieansätze: Eine bewährte Behandlungsmethode ist die sensorische Integrationstherapie auch Sinnesstimulation genannt. Diese führt zu einer Verbesserung der ordnenden Funktion des Gehirns und ermöglicht so Konzentrations- und Lernfähigkeit.Die erste Zielgruppe unseres Projektes sind Fachkräfte und deren Organisationen, die sich im Bereich der Behindertenarbeit engagieren. Ihnen wollen wir helfen, ihr Wissen und ihre Erfahrung für den Umgang mit mehrfachbehinderten Kindern um den Therapieansatz der Sinnesstimulation zu bereichern und diesen im russischen Umfeld einer Modellgruppe zu erproben und den russischen Umständen anzupassen.

Die zweite Zielgruppe unseres Vorhabens sind die betroffenen Kinder und deren Eltern. Über die im Laufe des Projektes ausgebildeten Fachkräfte sollen möglichst vielen Kindern mit Mehrfachbehinderungen die neue Therapiemethode zugute kommen. Den Eltern sollen einfache Übungen beigebracht werden, mit denen sie ihre Kinder im Alltag fördern können.

Um das Risiko zu verringern, dass das Projekt nur ein Tropfen auf den heißen Stein bleibt, liegt sein Schwerpunkt auf der Verbreitung und Multiplikation des Therapieansatzes. Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert: Know-How-Transfer, Therapiearbeit und Verbreitung und Multiplikation in Russland. Wichtig bei der Durchführung des gesamten Projektes ist es, auf eine Transformation der gewählten Therapiemethode an russische Gegebenheiten zu achten. Es geht nicht darum, ein The-rapiemodell nach Russland zu exportieren, sondern durch Anregungen und Austausch Weiterentwicklungen in Russland in Gang zu setzen.
Dadurch erhoffen wir uns Nachfolgeprojekte in ganz Russland, die Verbreitung einer neuen Thera-piemethode und die Stärkung der Heilpädagogik in Russland insgesamt.

Mit diesem Projekt gewannen wir im Dezember 2001 den start-social Wettbewerb. Aufgrund fehlender Finanzierung konnten wir es bisher jedoch nicht umsetzen. Dank einer großzügigen Spende der Firma SATA ist es uns nun möglich dieses Projekt zu realisieren. Dafür möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken.

sata

Hier für Neugierige unsere ursprüngliche Planung, mit der wir den Startsocial-Wettbewerb gewannen (Das Projekt wurde überarbeitet und in Zusammenarbeit mit Sata etwas anders realisiert):

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